Hundstage entsprechend ausgefallen
Hitzewelle ist wieder zurück
Ja es ist schon ein recht abwechslungsreicher Sommer. So ist mein Empfinden. Nach der etwas schlechteren Wetterphase treten wir wieder in eine Warmphase, die sich zu einer Hitzewelle ausbildet. Welle deswegen, weil wir mehr als 3 Tagen eine Temperatur über 35°C erreichen werden. Haben wir uns so langsam darauf eingestellt. Nee, würde ich glatt behaupten. Die Versiegelung in unserer Stadt geht einfach so weiter. Und die Dürreschäden von den letzten Jahren sind gerade beim Baumbestand heute noch gut zu erkennen und das Absterben hat noch kein ende gefunden. Somit ist der Kühlungseffekt von Bäumen Heute viel geringer als in den Jahren vorher. Meine Wahl der Pflanzen würde von meiner Seite aus mehr in den Bereich des Bambus gehen. Bambus ist ein Gras, was schnell CO² speichern kann. Und einfach in den Kosten ist es auch. Großflächige Versuche würden nicht nur zeigen wie gut er wirklich hier wächst, auch wäre es für die Menschen ein Gutes Signal, dass was gegen die Hitzewellen unternommen wird.
Stelle ich mir da eine Utopie nur vor? Oder könnte es in den nächsten Jahren schon umgesetzt werden? Es wird viele Lobbyisten geben, die dadurch ihren Job verlieren, aber mit Totholz ist auch kein Geld mehr zu machen.
Hier mal ein Rechenbeispiel:
Bambus kann sehr viel CO₂ binden – oft deutlich mehr als viele Baumarten – allerdings hängt die genaue Menge stark von Art, Alter, Standort und Bewirtschaftung ab.
Orientierungswerte:
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Pro Hektar: Gut wachsender Riesenbambus (z. B. Phyllostachys edulis, Moso-Bambus) kann bis zu 30–60 Tonnen CO₂ pro Jahr binden.
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Pro Pflanze: Eine einzelne reife Bambuspflanze kann grob zwischen 100 und 400 kg CO₂ pro Jahr fixieren, wenn sie groß und gesund ist.
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Über Lebensdauer: Da Bambus sehr schnell wächst (manche Arten über einen Meter pro Tag), erreicht er bereits nach 3–5 Jahren eine hohe CO₂-Speicherleistung und kann kontinuierlich Biomasse nachliefern, wenn man ihn erntet und nachwachsen lässt.
Besonderheit gegenüber Bäumen:
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Bambus stirbt bei der Ernte nicht ab, sondern treibt aus dem Wurzelrhizom neu aus.
Wird das geerntete Bambusmaterial in langlebigen Produkten (z. B. Bauholz) verwendet, bleibt der Kohlenstoff langfristig gebunden, und die neue Generation bindet zusätzliches CO₂..
Okay, dann schauen wir uns den Vergleich Bambus vs. typische Baumarten in Bezug auf CO₂-Bindung genauer an.
Ich nehme Durchschnittswerte aus Studien und Forstdaten – reale Werte schwanken je nach Klima, Boden, Art, Pflege.
1. Jährliche CO₂-Bindung pro Hektar
| Pflanzenart / Nutzwaldtyp | Typische jährliche CO₂-Bindung (t CO₂/ha/Jahr) | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Bambus (Moso, Dendrocalamus, Guadua) | 5 – 12 (Spitzen bis 20) | Sehr schnelles Wachstum; Ernte alle 3–5 Jahre möglich; hohe Flächenproduktivität |
| Schnellwachsende Pappel | 5 – 10 | Kurze Umtriebszeiten (8–15 Jahre), für Energieholz oder Papier |
| Eukalyptus | 8 – 15 | In tropischen/subtropischen Regionen besonders hohe Werte |
| Mischwald Mitteleuropa | 3 – 7 | Langsamere Zuwächse, höhere Biodiversität |
| Nadelholz (Fichte, Kiefer) | 4 – 8 | Wirtschaftswälder; Ernte oft erst nach 60–80 Jahren |
Kaiserstraße im Bambus-Wahn anstatt Leerstand könnte so aussehen.



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