Hitzewellen und ihre Partner
Hitzewellen 2026 in Karlsruhe: Kommt während der Hundstage noch mehr Hitze?
(Freie künstlerische Interpretation der Messwerte aus der Quelle: DWD Rheinstetten und DWD Mannheim)
Karlsruhe gehört zu den wärmsten Städten Deutschlands. Die Lage in der Oberrheinebene, viele versiegelte Flächen und die oft geringe nächtliche Abkühlung sorgen dafür, dass sommerliche Hitze hier besonders stark zu spüren ist. Die Messwerte des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass 2026 bereits vor Beginn der Hundstage außergewöhnlich viele heiße Tage brachte.
Die vorliegenden DWD-Daten der Station 10731 reichen vom 1. Januar bis zum 22. Juli 2026. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 53 Sommertage registriert. An diesen Tagen erreichte die Temperatur mindestens 25 Grad Celsius.
An 31 Tagen stieg die Temperatur sogar auf mindestens 30 Grad. Diese Tage gelten meteorologisch als heiße Tage. An 11 Tagen wurden mindestens 35 Grad erreicht.
Der bislang höchste Messwert des Jahres wurde am 27. Juni registriert: An diesem Tag stieg die Temperatur auf 40,5 Grad Celsius.
Die stärkste Hitzewelle kam im Juni
Die längste zusammenhängende Serie heißer Tage dauerte vom 17. bis zum 28. Juni. In diesem Zeitraum wurden zwölf Tage hintereinander mindestens 30 Grad erreicht.
Die höchsten Temperaturen dieser Hitzephase waren:
40,5 Grad am 27. Juni
39,8 Grad am 26. Juni
38,3 Grad am 25. und 28. Juni
37,1 Grad am 19. Juni
36,3 Grad am 24. Juni
36,1 Grad am 21. Juni
Zwischen dem 19. und dem 28. Juni lagen die Tageshöchstwerte mit nur einer Ausnahme durchgehend über 35 Grad. Damit war diese Phase nicht nur lang, sondern auch außergewöhnlich intensiv.
Insgesamt brachte der Juni 13 heiße Tage. An zehn dieser Tage wurden mindestens 35 Grad erreicht. Der Juni war damit bislang der Monat mit der stärksten Hitzebelastung.
Auch der Juli brachte eine längere Hitzephase
Im Juli setzte sich die Hitze fort. Bis zum 22. Juli wurden zwölf heiße Tage gezählt. Die längste zusammenhängende Phase dauerte vom 10. bis zum 17. Juli. Acht Tage hintereinander erreichte die Temperatur mindestens 30 Grad.
Der höchste Juliwert lag bei 35,1 Grad am 13. Juli. Weitere markante Werte waren 34,3 Grad am 11. Juli, 34,0 Grad am 7. Juli sowie 33,8 Grad am 14. Juli.
Nach dem 17. Juli gingen die Höchsttemperaturen zunächst zurück. Zwischen dem 18. und dem 22. Juli lagen sie zwischen 24,0 und 28,9 Grad.
Sechs Tropennächte bis zum 22. Juli
Für die gesundheitliche Belastung sind nicht nur die Tageshöchstwerte wichtig. Entscheidend ist auch, ob es nachts ausreichend abkühlt.
Als Tropennacht gilt eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius fällt. Bis zum 22. Juli wurden sechs solcher Nächte registriert:
Juni: 21,3 Grad
Juni: 20,7 Grad
Juni: 20,7 Grad
Juni: 24,1 Grad
Juni: 20,4 Grad
Juli: 20,6 Grad
Besonders auffällig war die Nacht zum 28. Juni. Mit einer Tiefsttemperatur von 24,1 Grad blieb selbst die kühlste Phase der Nacht ungewöhnlich warm.
In dicht bebauten Stadtteilen Karlsruhes kann die nächtliche Wärmebelastung noch höher sein als an einer Wetterstation im weniger stark bebauten Umfeld. Asphalt, Beton und Hausfassaden speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts nur langsam wieder ab.
Was bedeuten die Hundstage?
Am 23. Juli beginnen traditionell die sogenannten Hundstage. Sie dauern bis zum 23. August und gelten im Volksmund als heißeste Zeit des Jahres.
Der Name hat nichts mit Hunden zu tun, die unter der Sommerhitze leiden. Er geht auf den Stern Sirius zurück, den hellsten Stern im Sternbild Großer Hund. In der Antike wurde sein Erscheinen am Morgenhimmel mit der sommerlichen Hitze in Verbindung gebracht.
Die Hundstage sind allerdings keine meteorologische Vorhersage. Ihr Beginn bedeutet nicht automatisch, dass nun vier Wochen lang extreme Hitze herrscht.
Sie fallen jedoch in einen Zeitraum, in dem Böden, Gebäude und Gewässer bereits stark erwärmt sind. Kommt dann eine stabile Hochdrucklage hinzu und wird heiße Luft aus Südwesten oder Nordafrika nach Baden-Württemberg geführt, können die Temperaturen schnell wieder deutlich steigen.
Werden 2026 noch weitere Hitzewellen folgen?
Eine sichere Vorhersage für den gesamten Zeitraum bis Ende August ist nicht möglich. Wetterprognosen verlieren nach etwa sieben bis zehn Tagen deutlich an Zuverlässigkeit.
Aus jahreszeitlicher Sicht sind weitere heiße Tage und auch eine weitere Hitzewelle in Karlsruhe aber durchaus möglich. Ende Juli und im August besteht in der Oberrheinebene weiterhin ein erhöhtes Potenzial für Temperaturen von mehr als 30 Grad.
Die bisherigen Werte zeigen außerdem, dass der Sommer 2026 schon vor den Hundstagen sehr heiß war. Bis zum 22. Juli wurden bereits 31 heiße Tage registriert, darunter elf Tage mit mindestens 35 Grad.
Die Hundstage allein sagen nicht voraus, ob eine weitere Hitzewelle kommt. Sie markieren jedoch einen Zeitraum, in dem starke Hitze in Karlsruhe weiterhin gut möglich ist. Auch nach dem 23. August können noch einzelne heiße Tage auftreten. Längere und extreme Hitzephasen werden mit fortschreitendem Spätsommer allerdings allmählich weniger wahrscheinlich.
Fazit
Der Sommer 2026 hat Karlsruhe bislang zwei deutliche Hitzephasen gebracht. Besonders außergewöhnlich war die zwölf Tage lange Serie vom 17. bis zum 28. Juni mit einem Spitzenwert von 40,5 Grad.
Eine zweite längere Phase folgte vom 10. bis zum 17. Juli. Insgesamt wurden bis zum 22. Juli 31 heiße Tage und sechs Tropennächte gemessen.
Ob während der Hundstage eine weitere Hitzewelle folgt, lässt sich derzeit nicht sicher sagen. Meteorologisch ist sie jedoch möglich. Der Sommer ist Ende Juli noch lange nicht vorbei, und Karlsruhe bleibt aufgrund seiner Lage in der Oberrheinebene besonders anfällig für starke und lang anhaltende Hitze.
Auch Mannheim erlebte einen außergewöhnlich heißen Sommerauftakt
Ein Blick nach Mannheim zeigt, dass die starke Hitze nicht auf Karlsruhe beschränkt war. Die DWD-Messwerte der Station 10729 reichen vom 1. Januar bis zum 22. Juli 2026. In diesem Zeitraum wurden in Mannheim 50 Sommertage mit mindestens 25 Grad Celsius registriert.
An 27 Tagen erreichte die Höchsttemperatur mindestens 30 Grad. Acht Tage überschritten sogar die Marke von 35 Grad. Der bisherige Jahreshöchstwert wurde – wie in Karlsruhe – am 27. Juni gemessen: In Mannheim stieg die Temperatur an diesem Tag auf 40,0 Grad Celsius.
Die längste zusammenhängende Hitzephase dauerte vom 18. bis zum 28. Juni. An elf Tagen hintereinander wurden mindestens 30 Grad erreicht. Besonders heiß waren der 26. Juni mit 39,1 Grad, der 27. Juni mit 40,0 Grad und der 28. Juni mit 38,0 Grad.
Eine weitere längere Hitzeperiode folgte vom 10. bis zum 16. Juli. Während dieser sieben Tage blieb die Höchsttemperatur durchgehend bei mindestens 30 Grad. Der höchste Juliwert lag bei 34,6 Grad am 13. Juli.
Auffällig ist außerdem die Zahl der Tropennächte. Bis zum 22. Juli sank die Temperatur in Mannheim in zehn Nächten nicht unter 20 Grad. Die wärmste Nacht wurde am 26. Juni mit einer Tiefsttemperatur von 22,5 Grad verzeichnet. Gerade solche Nächte sind gesundheitlich belastend, weil sich Wohnungen und Körper kaum erholen können.
Im direkten Vergleich lagen Karlsruhe und Mannheim bei der Tageshitze dicht beieinander. Karlsruhe verzeichnete bis zum 22. Juli etwas mehr Sommer- und heiße Tage sowie den geringfügig höheren Spitzenwert von 40,5 Grad. Mannheim registrierte dagegen mit zehn Tropennächten deutlich mehr Nächte ohne ausreichende Abkühlung als Karlsruhe mit sechs.
Die Daten beider Städte zeigen, wie großräumig die Hitze am Oberrhein wirkte. Während der Hundstage sind weitere heiße Phasen in Mannheim ebenso möglich wie in Karlsruhe. Ob daraus erneut eine länger anhaltende Hitzewelle entsteht, hängt jedoch von der jeweiligen Großwetterlage ab und lässt sich nicht allein aus dem traditionellen Zeitraum der Hundstage ableiten.
( Hinhalt KI hergestellt mit künstlerische Faktoren)


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